Termine

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Art, Titel
Termin
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

Wohnraum, Tagesstruktur, Integration - auch für Drogenabhängige?!

Beschreibung
Überleben sichern, Leiden lindern, nachhaltig Integration fördern
bis hin zu umfassender Teilhabe: Das sind Kernaufgaben des Hilfesystems.
Dabei sind in den letzten Jahrzehnten ohne Zweifel
erhebliche Fortschritte zu verzeichnen: Überlebenschancen sind
enorm gestiegen, obwohl der Konsum illegaler Drogen weiterhin
hoch riskant ist.
Die Behandlungschancen auch chronischer Erkrankungen sind gewachsen, das wird besonders an den Beispielen HIV und Hepatitis C deutlich.

Anderseits wird es immer schwieriger, Drogenabhängigen zu helfen sich mit positiver Perspektive aus der Szene zu lösen mit neuen Zielen, konkreten Aufgaben und hilfreichen Sozialkontakten; denn zu häufig fehlt die Grundvoraussetzung:
Es fehlt an Wohnraum.
Über aufsuchende und nieder-schwellige Hilfen werden obdachlose Drogenkonsumierende erreicht und durch gute Kooperation auch im Rahmen der qualifizierten Akut-/
Entzugsbehandlung. Doch wie geht es weiter? Auch im Rahmen
der qualifizierten Akutbehandlung wird es zunehmend schwieriger,
Drogenabhängige in ihrer Motivation zur Lebensstil-Veränderung zu unterstützen, weil schlicht die konkrete Anschluss-perspektive fehlt: Eine eigene Wohnung, zumindest ein eigenes
Zimmer außerhalb der Szene. Deshalb kehren viele Betroffene
zurück in ihre Wohnungen mitten im sozialen Brennpunkt, um zumindest
nicht auf der Straße leben zu müssen. Und auch in der
medizinischen Rehabilitation beginnt die Wohnungssuche schon
kurz nach Beginn der Langzeittherapie, denn Wohnraum wird immer knapper, soziothera-peutische Wohngemeinschaften haben
monatelange Wartelisten, die Folgen sind bedrückend.
Eigener Wohnraum ist die Grund-voraussetzung für Tagesstruktur
mit sinnstiftenden Inhalten; denn nur in wenigen Fällen gibt es Angebote auch für obdachlose Betroffene. Die Formel „ohne Wohnraum keine Tagesstruktur und ohne Tagesstruktur keine hilf-reichen neuen sozialen Kontakte“ ist für viele Drogenkonsumierende
bittere Realität.

Dieses Problem zeichnet sich bereits seit den 90er Jahren ab und
ist nicht neu, sondern in Zusammenhang mit den wachsenden
Flüchtlingsströmen weiter verschärft worden. Das betrifft das
gesamte Hilfesystem, wirkt sich auf die Effektivität und Nachhaltigkeit aller Hilfsangebote aus und ist ohne intensive Vernetzung und Kooperation allenfalls in wenigen Einzelfällen zu bewältigen.
Diesem Problem wollen wir uns stellen, diese Aufgaben betreffen
uns alle, deshalb sollten wir sie gemeinsam anpacken. Das wollen
wir mit Ihnen diskutieren, praktische Erfahrungen austauschen
und gemeinsam Lösungsstrategien erörtern.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

VeranstalterIn
Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Veranstaltungsort
Köln-Deutz

Datum
16.01.2019

Homepage
www.lvr.de
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Grundkurs Basiswissen Sucht

Beschreibung
Der Grundkurs Basiswissen Sucht richtet sich an Fachkräfte, die in ihrem Arbeitsfeld mit Menschen konfrontiert sind, die Rauschmittel missbrauchen oder davon abhängig
sind. Dazu gehören Fachkräfte aus der Behinderten-, Jugend- oder Altenhilfe genauso wie Berufsbetreuer, Ergotherapeuten oder Berufseinsteiger in der Suchthilfe.
In der alltäglichen Arbeit stellt der Umgang mit süchtigem Verhalten für den einzelnen Mitarbeiter, Teams und Einrichtungen eine besondere Herausforderung dar. Dieser Kurs vermittelt Fachwissen über das Thema Sucht und erleichtert
den Umgang mit süchtigen und missbrauchenden Menschen im jeweiligen Arbeitskontext. Das gibt Sicherheit, baut Ängste ab und macht das Thema Sucht ansprechbar.
Mit dem Wissen um die unterschiedlichen Substanzen,
deren Wirkweisen und Folgeschäden lässt sich das Ausmaß einer Suchterkrankung erkennen und einschätzen. Eine professionelle Grundhaltung gegenüber dem süchtigen
Menschen ermöglicht Abgrenzung im beruflichen Alltag und eine Stärkung der Eigenverantwortung des Abhängigen.
Die theoretische Auseinandersetzung sensibilisiert für die Suchtdynamik. So lassen sich Beziehungsfallen und -verstrickungen erkennen und vermeiden.
Der Themenbereich Kommunikation ermöglicht einen Einblick in die Initiierung und Förderungen von Motivations- und Veränderungs-prozessen. Neben der Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen wird durch den
Grundkurs Basiswissen Sucht auch die Weitervermittlung der Klientinnen und Klienten in geeignete Angebote der Suchthilfe optimiert bzw. die Kooperation mit der Suchthilfe gefördert.
Das bezieht sowohl das Wissen über Angebote des Suchthilfesystems als auch über die Grenzen der eigenen professionellen Möglichkeiten ein. Mit Abschluss des Grundkurses erlangen Sie die Zulassungsvoraussetzungen
für die Teilnahme am Aufbaukurs
der Sozialtherapeutischen Weiterbildung Suchtberaterin
(LWL).

Datum 1 Kurs Nr. 38/23
Block I (24 Ustd.):
16. – 18. Januar 2019
Block II (16 Ustd.):
21. – 22. Februar 2019

Weitere Termine entnehmen Sie bitte der Homepage

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Meinerzhagen

Datum
16.01.2019

Datum (Ende)
bis 18.01.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Rückfallprophylaxe für Menschen mit Drogenabhängigkeit

Beschreibung
Kurs 09/19


Die Auseinandersetzung mit der Rückfallforschung und die Anwendung von Rückfallauf-arbeitungskonzepten in der Suchtarbeit zeigen, dass Abhängigkeit und Rückfälle wichtige Funktionen erfüllen und nicht auf körperliche Fehl-schaltungen oder moralische Entgleisungen reduziert werden können. Rückfälle gehören in der Behandlung von Abhängigkeits-erkrankungen zum Verlauf. Rückfälle sind Krisenmomente für die Betroffenen. Nicht selten findet sich bei der Analyse des Rückfallgeschehens der „Schlüssel zur Sucht“, indem Konsummotive, Belastungsgebiete und der Leben-salltag genauer erkundet werden. Daraus können wichtige Impulse für realistischere Behandlungsziele abgeleitet werden. In diesem Sinne wird der Rück-fall als ein zugehöriger Bestandteil des Ausstiegs aus der Sucht und als Chance zur Weiterentwicklung begriffen.

Im Seminar werden Grundlagen zum Rückfallverständnis und Bausteine zur Anwendung in der Rückfall-behandlung vorgestellt und diskutiert.

Hartmut Klos wird das strukturierte Rückfallprophylaxe-Training (RPT) bei Abhängigkeits-erkrankungen vorstellen und praxisorientierte Anleitungen zu rückfallrelevanten Themen vermitteln.

Besonders erwünscht ist eine interdisziplinäre Zusammensetzung der Seminargruppe, um unterschied-liche Perspektiven verschiedener Professionen als Ressource zu nutzen.

Methoden

Impulsreferate, Gruppenarbeit und Übungen

Zielgruppe

Mitarbeiter*innen aller Berufsgruppen (Typ A, s. Hinweise: Platzkontingente)

Referent

Dipl.-Päd. Hartmut Klos, Psychotherapeut (HPG)

Leitung

Gudrun Gorski

Termin

24.01. – 25.01.19

Ort

Solingen

Kosten

Kursgebühr € 200,-

Anmeldeschluss

23.11.18

Hinweis

Freiwillige Registrierung (14 Punkte für Pflegende)


VeranstalterIn
LVR-Akademie für seelische Gesundheit

Veranstaltungsort
Solingen

Datum
24.01.2019

Datum (Ende)
bis 25.01.2019
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

Kommunale Alkoholprävention nachhaltig stärken

Beschreibung
Fachkonferenz im Rahmen der BZgA-Jugendkampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“
Erfolgreiche und nachhaltige Prävention des Alkoholmissbrauchs geschieht durch enge Kooperation örtlicher Einrichtungen und Dienste. Einige Kommunen haben damit bereits positive Erfahrungen gesammelt, die auf der Fachtagung vorgestellt und diskutiert werden.
So zeigt die Fachkonferenz praktische Wege auf, wie die Vernetzung verschiedener Zuständigkeitsbereiche einer
Kommune gelingen und einen wichtigen Beitrag zur Prävention von kommunalen Problemen mit Alkoholmissbrauch leisten kann. Diese Probleme sind vielfältig und reichen von Trinkexzessen im öffentlichen Raum bis hin zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen unter Alkoholeinfluss.
Grundlage bildet das seit 2010 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Rahmen der Jugendkampagne
„Alkohol? Kenn dein Limit“ und mit Unterstützung durch die PKV geförderte Alkoholpräventions-Programm „Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen“ (GigA): Regionale Konzepte und Maßnahmen
von Suchtprävention, Bildung, Jugendschutz und Polizei sollen vernetzt und koordiniert und damit ihr Wirkungspotenzial
verstärkt werden. Strukturierte Kooperation ist das herausragende innovative Element des GigA-Konzeptes.
Basis dafür ist das netzwerk-bezogene Qualitätsmanagement (NBQM), mit dem der Landschafts-verband Rheinland (LVR) Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung integrierter Handlungskonzepte zur frühzeitigen kommunalen
Prävention und Intervention im Bereich des Alkoholmissbrauchs unterstützt.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Anmeldung bitte über das beiliegende PDF-Formular an j.hallmann@ginko-stiftung.de.

VeranstalterIn
GigA – Gemeinsam initiativ gegen Alkoholmissbrauch bei Jugenlichen

Veranstaltungsort
Köln

Datum
24.01.2019

Dokumente
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Motivierende Gesprächsführung – Grundkurs

Beschreibung
Förderung von Veränderungsbereitschaft bei problematischem Substanzkonsum

Das von Miller und Rollnick entwickelte Modell der Motivierenden Gesprächsführung
(MI)* ist ein etabliertes, fachlich
anerkanntes und evaluiertes Methodenwerkzeug.
Es ist inzwischen eine Grundlage der fachlichen Arbeit in der
Suchthilfe und kann auch in der Arbeit mit konsumierenden
Jugendlichen gut eingesetzt werden.
MI ist ein personenzentrierter, zielorientierter Kommunikationsstil
mit dem besonderen Fokus auf Veränderungen.
Ziel ist, die persönliche Motivation und Selbstverpflichtung zur Verhaltensänderung durch Hervorrufen und Vertiefen der
eigenen Änderungsgründe einer Person in einer Atmosphäre
der Akzeptanz und Anteilnahme
zu erhöhen. Neben den Grund-prinzipien beinhaltet MI insgesamt fünf Strategien, deren jeweilige
Bedeutung in Abhängigkeit
von der Klientin / vom Klienten
und dem Stand der Behandlung variieren kann.
Neben offenen Fragen,regelmäßigem Bestätigen und Zusammenfassen ist
hier besonders das aktive Zuhören anzuführen. Von zentraler Bedeutung sind darüber hinaus Strategien zur Förderung selbstmotivierender Aussagen, die
insbesondere vorhandene Besorgnis aufgreifen und vertiefen können, ohne dass Druck aufgebaut wird.
MI unterscheidet weiterhin vier verschiedene Prozessphasen, durch die der Ablauf einer Beratung / Behandlung charakterisiert werden kann. Nach dem Aufbau einer Arbeitsbeziehung gilt es, thematisch eine gemeinsame Richtung des Gespräches zu finden. Im dritten Schritt wird dann die vorhandene Änderungsmotivation der Klientin / des Klienten vertieft und verstärkt. Nach dem Entschluss zu einer Verhaltensänderung und damit dem Abschluss des motivationalen Prozesses, werden in der letzten Phase dann anstehende Schritte der
Verhaltensänderung geplant und konkretisiert. Ergänzend beinhaltet MI Strategien zum Umgang mit schwierigen
Gesprächssituationen.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Münster

Datum
28.01.2019

Datum (Ende)
bis 30.01.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Menschen mit einer Suchterkrankung im Beschäftigungsprojekt – eine besondere Herausforderung

Beschreibung
Fortbildung für pädagogische Fachkräfte sozialer Beschäftigungsträger 2019

Als pädagogische Fachkraft in einem sozialen Beschäftigungs-projekt haben Sie auch Berüh-rungspunkte mit Menschen, die einen Suchtmittelkonsum aufweisen und sehen sich heraus-fordernden Situationen gegenüber.

- Wie erkennen Sie den Konsum von Suchtmitteln?

- Wie sollten Sie aus Ihrer Rolle als pädagogische Fachkraft heraus reagieren?

- Wann besteht dringender Handlungsbedarf und/oder ist die Arbeitssicherheit gefährdet?

- Wie erreichen Sie die Menschen und welche Unterstützungsmöglich-keiten können Sie nutzen?

Mit dieser Fortbildung vermitteln wir Ihnen Handlungssicherheit im Umgang mit suchtbelasteten Teilnehmenden in Ihrem Beschäftigungsprojekt, damit Sie Ihrer Verantwortung kompetent gerecht werden können. Zudem geben wir Ihnen Raum für einen Erfahrungsaustausch.

VeranstalterIn
Landeskoordinierungsstelle berufliche und soziale Integration Suchtkranker in NRW

Veranstaltungsort
Soest

Datum
31.01.2019

 

Veranstaltungsprogramm der Landesstelle Sucht NRW

Januar bis Dezember 2018

 

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Aufgenommen werden öffentliche Veranstaltungen zum Thema Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW sowie bundesweite Fachtagungen und Kongresse.

Veranstaltungen der Landeskampagne Sucht hat immer eine Geschichte finden Sie im Online-Veranstaltungskalender unter www.suchtgeschichte.nrw.de.