Termine

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Aufgrund der aktuellen Situation rund um das neuartige Corona-Virus müssen leider bis auf Weiteres sämtliche Veranstaltungen ausfallen. Dazu gehören zum Beispiel Fortbildungen, Arbeitskreise und andere Sitzungen. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Art, Titel
Termin
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Online Glückspiel – Was können Betroffene in rechtlicher Hinsicht unternehmen? Praxistipps und Erfahrungen

Beschreibung
Nach konservativen Schätzungen der Bundesländer beläuft sich das Transfervolumen an Unternehmen mit
Sitz im Ausland, die in Deutschland nicht erlaubte Internet-Casinospiele über das Netz betreiben, in den Jahren 2016 - 2018 auf eine jährliche Größenordnung von ca. 5 - 9,4 Milliarden Euro. Seit der Corona-
Epidemie sind diese Volumina noch deutlich höher. Sie bewegen sich im zweistelligen Bereich.
Gem. § 4 Abs. 1 des derzeit gültigen Glücksspielstaats-vertrags, dürfen Glücksspiele im Internet nur mit Erlaubnis der zuständigen Behörde veranstaltet oder vermittelt werden. Daran wird sich durch den gegenwärtig
zwischen den Ländern abzustimmenden neuen Glücksspiel-staatsvertrag, der Mitte 2021 in Kraft treten soll, nichts ändern.
Nach dem Jahresbericht der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder für das Jahr 2017 fanden sich zu diesem Zeitpunkt mehr als 730 Online-Glücksspielangebote für deutsche Spieler im Internet. Der Leiter der interdisziplinären Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim, Prof. Tilman Becker geht von noch höheren Zahlen aus.
Vielen Glücksspielsüchtigen und Teilnehmenden an Online Casinospielen ist bis heute nicht bewusst, dass damit die Angebote der Online Casinos in so gut wie allen Fällen in Deutschland illegal sind. Den Casinobetreibern
der diversen Online-Casinos liegt keine Genehmigung nach den in allen 16 Bundesländern geltenden
Glücksspielstaatsverträgen vor. Demnach sind sämtliche Verträge, die mit den Online Casinos geschlossen werden, grundsätzlich unwirksam.
Doch welche Folgen leiten sich daraus für die Glücksspielenden ab?
Grundsätzlich können Verluste aus der Teilnahme an Online Casinospielen auch gerichtlich gegenüber den Casino Betreibern geltend gemacht werden. Anspruchsgrundlage sind dabei mehrere Schutzgesetze zu
Gunsten der Glücksspielenden. Diese Schutzgesetze finden sich nicht nur im Strafrecht (StGB), sondern u.a. auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und den Glücksspielstaatsverträgen (GlückStV) der Länder.
• Wie geht man ein solches Verfahren am besten an?
• Wie finde ich ein passende Rechtsanwältinnen und -anwälte?
• Welche Kosten fallen für ein solches Verfahren an?
• Wo kann ich meine Klage einreichen?
• Wie lange dauert ein solches Verfahren?
• Gibt es bereits Urteile aus diesem Bereich?
• Was sind die Risiken?
• Bekomme ich bei einer Klage einen negativen Schufaeintrag?
• Erfährt meine Familie davon, wenn ich klage?
Diese und viele weitere Fragen aus der Praxis sollen im Rahmen dieses Kurzseminars im Gespräch geklärt
werden. Der Referent war deutschlandweit einer der ersten Anwälte, der für eine Vielzahl von Glücksspielsüchtigen Ansprüche gegenüber Betreibern von Online Casinos erfolgreich durchsetzen konnte.
Die rechtliche Unterstützung zur Rückerlangung der durch illegales Glücksspiel erlittener Verluste ist in der Regel auch ein wichtiger Baustein in der Therapie und Beratung von Glückspiel-süchtigen und deren Angehörigen,
da diese so eine Chance bekommen, auch den finanziellen Schaden zumindest teilweise kompensieren
zu können.

VeranstalterIn
Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW

Veranstaltungsort
online

Datum
14.04.2021
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Pathologisches Glücksspielen bei Frauen

Beschreibung
Wie kaum eine andere Störung scheint das pathologische Glücksspielen eine auf Männer zugeschnittene Erkrankung zu sein. In Romanen und Filmen wird dementsprechend fast ausschließlich das Stereotyp des
männlichen Glücksspielers beschrieben. In der Therapie findet sich eine Geschlechts-verteilung von circa 9 Männern zu einer Frau mit dieser Störung. Auch in der wissenschaftliche Literatur wird, sicher auch
wegen der geringen Fallzahlen, dem Phänomen der weiblichen Glücksspielerin wenig Beachtung geschenkt.
In der MEDIAN Klinik Münchwies besteht eine sehr lange Tradition der Behandlung des pathologischen
Glücksspielens, wobei auch den weiblichen Glücksspielerinnen besondere Beachtung geschenkt wird.
In dem Workshop wird eine vergleichende Untersuchung charakteristischer Merkmale weiblicher und männlicher Glücksspieler dargestellt, dabei zeigt sich, dass es bei dieser Störung große geschlechts-spezifische Unterschiede gibt. Therapeutische Implikationen werden abgeleitet.

VeranstalterIn
Landesfachstelle Glücksspielsucht NRW

Veranstaltungsort
online

Datum
20.04.2021
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Männlichkeit und Glücksspiel – Geschlechtsspezifische Perspektiven zu einer männerdominierten Störung

Beschreibung
Die meisten in Deutschland behandelten Glücksspieler sind männlich. Zufall? Bei vielen männlichen Glücksspielern fällt betont männliches Gehabe auf. Warum?
Bei der Funktionalität des Glücksspiels, bei den auffälligen Verhaltensweisen, bei den Problemthemen und bei den Vorbildern (James Bond lässt grüßen) von Glücksspielern ist häufig ein Bezug herzustellen zu dem, was (leider) oft mit Männlichkeit beschrieben wird. Männlichkeit ist jedoch nicht nur ein biologischer Faktor,
Männlichkeit ist auch ein psychosoziales Konstrukt. Das bedeutet, dass das Mann-Werden und Mann-Sein sich nach bestimmten Regeln und Mustern richtet, die nicht immer förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sind. Diese Regeln finden sich in jedem Alter und in allen Lebensbereichen: In der Arbeit,
im Sport, in Beziehungen zu Männern und Frauen, in der Sexualität, in der Freizeit, im Trinkverhalten und im Glücksspiel. Diese Normen genau zu betrachten und ihre guten Seiten zu würdigen, sie andererseits aber auch in Frage zu stellen und evtl. zu umgehen bietet Chancen in der Behandlung männlicher Glücksspieler.
Inhalte:
- Eine männlichkeitsspezifische Perspektive des pathologischen Glücksspiels
- Die besondere Berücksichtigung von Gewalterfahrung und ihren Folgen für den Glücksspieler
- Männerspezifische diagnostische und therapeutische Implikationen
- Praktische Vorgehensweisen in der Therapie (und evtl. in der Prävention)
- Selbstfürsorge und Achtsamkeit, Chancen und Widerstände

VeranstalterIn
Landesfachtelle Glücksspielsucht NRW

Veranstaltungsort
online

Datum
27.04.2021

Datum (Ende)
bis 28.04.2021
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Gewaltfreie Kommunikation mit Kindern: Elternkompetenz stärken, um Kinder zu schützen

Beschreibung
„Bleibe mit deinem Kind in Verbindung – trotz Wut, Streit und Krisen.“ Yvonne George

Suchterkrankungen haben einen Einfluss auf das Erziehungs-verhalten der betroffenen Mütter und Väter. Habe ich als Mutter
oder Vater keinen guten Kontakt zu meinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, kann ich auf die Gefühle und Bedürfnisse
meiner Kinder kaum einfühlsam eingehen. Die Gewaltfreie Kommunikation nach M. B. Rosenberg ist mehr als „nur“ eine Methode, um die Eltern in ihrer Erziehungs-kompetenz zu unterstützen. Sie gibt Eltern zudem einfache Methoden der Selbstfürsorge an die Hand. Erst auf dieser Grundlage können auch die Bedürfnisse und Gefühle der eigenen Kinder wahrgenommen werden. Eltern lernen, auch in schwierigen Situationen mit ihren Kindern im Kontakt zu bleiben. Die Kinder wiederum erleben mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit im Zusammenleben mit ihren Eltern.

„Ihre entscheidende Wirkung hat die Gewaltfreie Kommunikation vermutlich […] auf den Umgang mit uns selbst. Wenn wir innerlich gewalttätig mit uns selbst umgehen, dann ist es schwierig, auf andere von Herzen empathisch zu reagieren.“ M. B. Rosenberg

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte, die mit sucht-belasteten Familien arbeiten – beispielsweise im Rahmen der Frühen
Hilfen oder der Hilfen zur Erziehung.

Inhalte der Fortbildung:
- innere Haltung und Modell der Gewaltfreien Kommunikation
- Entdeckungsreise zu den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen
- Praxisbeispiele aus dem Familienalltag

Referentin:
Dr. Brigitta Lökenhoff, Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA

Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Sucht-, Kinder- und Jugendhilfe und der Frühen Hilfen in NRW

Termin:
28.04.2021, 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Anmeldefrist: 20. April 2021

Die maximale Teilnehmer*innenzahl beträgt 12.

Die Teilnahme an der Online-Fortbildung ist für Sie kostenlos.
Technische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme an diesem interaktiven Training sind ein PC/Laptop mit bereits installierter ZOOM-Software, eine stabile, möglichst schnelle Internetleitung (ideal, aber nicht zwingend erforderlich:
10Mbit Upload,100MBit Download, optimal Ethernetkabel statt WLAN), funktionierende Webcam und ein gutes Mikrofon.
Datensicherheit und Datenschutz: Zur Datenschutzerklärung von Zoom gelangen Sie hier: https://zoom.us/dede/
privacy.html

VeranstalterIn
Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA

Veranstaltungsort
online

Datum
28.04.2021
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Persönlichkeitsstörungen und -stile … wie gehe ich damit um?

Beschreibung
Mitarbeitende, die im Bereich der beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit einer Suchterkrankung tätig sind, kommen oft in Arbeitssituationen, in denen nicht alleine die Abhängig-keitserkrankung im Vordergrund steht. Oft zeigen sich Persönlichkeitsstörungen, die eine ganz eigene unverwechselbare Art in den Beratungskontext bringen. Gefühle, Gedanken und Verhaltensreaktionen gilt es wahrzunehmen. Grenzen und Möglichkeiten in der Zusam-menarbeit mit der Klientel werden dargestellt, damit eine Zusammenarbeit gelingen kann.

Zielgruppe
Mitarbeitende der stationären und ambulanten Suchthilfe aus NRW

Inhalte
- Grundlagen zum Thema Persönlichkeitsstörungen
- Interaktionelle Motive
- Modell der doppelten Handlungsstrategie
- Beziehungsgestaltung
- Schwerpunkte: Narzisstische und Borderline-Persönlichkeitsstörungen

Referentin
Dipl. Psych. Sandra Schirm,
Institut für Psychologische Psychotherapie Bochum

Ort
Onlineseminar über Cisco Webex

Datum
Freitag, den 30.04.2021
von 9 bis 15:30 Uhr
(Möglichkeit der Einwahl ab 8:30 Uhr)

Größe max. 12 Teilnehmende

Kosten Kostenfrei

Anmeldung
Verbindlich anmelden können Sie sich bis zum 21.04.2021 über folgende Email-Adresse: anmeldung@lki-nrw.de
Sie erhalten eine Bestätigungsmail. Mehr als zwei Personen pro Einrichtung können leider bei der Anmeldung nicht berücksichtigt werden.

Erreichbarkeit am Seminartag:
0151 - 19687526

VeranstalterIn
Landeskoordinierungsstelle berufliche und soziale Integration Suchtkranker in NRW

Veranstaltungsort
online

Datum
30.04.2021

 

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Aufgenommen werden öffentliche Veranstaltungen zum Thema Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW sowie bundesweite Fachtagungen und Kongresse.

Veranstaltungen der Landeskampagne Sucht hat immer eine Geschichte finden Sie im Online-Veranstaltungskalender unter www.suchtgeschichte.nrw.de.