Termine

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Art, Titel
Termin
Art des Termins
Öffentliche Veranstaltung

Suchtprävention: Sisyphusarbeit, Spielwiese oder Standardversorgung

Beschreibung
Gastvortrag von
Prof. Dr. Michael Klein

Prof. Dr. Michael Klein setzt sich für eine familienorientierte Suchtbehandlung ein, die mitbetroffene Kinder frühzeitig und präventiv integriert. Kinder süchtiger Eltern entwickeln später häufig selbst eine Sucht oder eine Anfälligkeit für psychische Erkrankungen. Ist es möglich, die Suchtbehandlung eines Elternteils zugleich als Einstieg in die präventiven Hilfen für mitbetroffene Kinder gestalten? Wie kann das gelingen und was ist zu tun?

Die Veranstaltung ist offen und kostenfrei!

VeranstalterIn
LVR-Klinik-Bonn

Veranstaltungsort
Bonn

Datum
13.01.2020
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

ICF im Versorgungsalltag: Einführung und Anwendung

Beschreibung
Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) wurde von der Weltgesundheits-organisation (WHO) zur globalen standardisierten Beschreibung von Alltagseinschränkungen durch Gesundheitsprobleme entwickelt und 2001 verabschiedet.
In der Zwischenzeit gab es viele Bemühungen, die Gesundheitsver-sorgung auch weit über den Bereich der der Rehabilitation hinaus mithilfe der ICF und dem zugrunde-liegenden biopsychosozialen Modell teilhabeorientierter zu gestalten.
Bereits die Gestaltung des Sozial-gesetzbuches (SGB), Neuntes Buch (IC), „Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“, wurde wesentlich durch die Vorläufer-fassung der ICF beeinflusst. Auch das von der Eingliederungshilfe finanzierte Ambulant Betreute Wohnen in verschiedenen Arbeits-feldern der Suchthilfe orientiert sich an der ICF. Doch was beinhaltet diese Klassifikation konkret? Welche Bedeutung hat sie
für die Suchthilfe? Wo liegt die Möglichkeit oder auch Notwendig-keit ihrer Anwendung für Einrichtungen der Suchthilfe?
Im Workshop sollen Teilnehmer nach einer allgemeinen Einführung
(Tag 1) einen Überblick über aktuelle Arbeitshilfen für die teilhabeorientierte Behandlungs-gestaltung erhalten und diese auch aktiv anhand von Fallbeispielen ausprobieren. Weitere Schwerpunkte des Seminars bilden die Umsetzung der ICF-Fachsprache in den von den Teilnehmern verwendeten Dokumentationssystemen (z.B. Reha-Entlassbericht, Hilfeplanver-fahren). Das Mitbringen von Beispielen in anonymisierter Form (bei Einverständnis des Klienten) ist ausdrücklich erwünscht und kann die Grundlage für eine fallbezogene ICF-Arbeit bilden.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Freckenhorst/Warendorf

Datum
28.01.2020

Datum (Ende)
bis 29.01.2020
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Basiswissen Sucht

Beschreibung
Grundkurs

Der Grundkurs Basiswissen Sucht richtet sich an Fachkräfte, die in ihrem Arbeitsfeld mit Menschen konfrontiert sind, die Rausch-mittel missbrauchen oder davon abhängig sind. Dazu gehören Fach-kräfte aus der Behinderten-, Jugend- oder Altenhilfe genauso wie Berufsbetreuer, Ergothera-peuten oder Berufseinsteiger in der Suchthilfe.

In der alltäglichen Arbeit stellt der Umgang mit süchtigem Verhalten für den einzelnen Mitarbeiter, Teams und Einrichtungen eine besondere Herausforderung dar. Dieser Kurs vermittelt Fachwissen über das Thema Sucht und erleichtert den Umgang mit süchtigen und missbrauchenden Menschen im jeweiligen Arbeits-kontext. Das gibt Sicherheit, baut Ängste ab und macht das Thema Sucht ansprechbar. Mit dem Wissen um die unterschiedlichen Substanzen, deren Wirkweisen und Folgeschäden lässt sich das Ausmaß einer Suchterkrankung erkennen und einschätzen.

Eine professionelle Grundhaltung gegenüber dem süchtigen Menschen ermöglicht Abgrenzung im beruf-lichen Alltag und eine Stärkung der Eigenverantwortung des Abhängigen. Die theoretische Auseinandersetzung sensibilisiert für die Suchtdynamik. So lassen sich Beziehungsfallen und -verstrickungen erkennen und vermeiden. Der Themenbereich Kommunikation ermöglicht einen Einblick in die Initiierung und Förderungen von Motivations- und Veränderungsprozessen.

Neben der Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen wird durch den Basiskurs Sucht auch die Weiterver-mittlung der Klientinnen und Klienten in geeignete Angebote der Suchthilfe optimiert bzw. die Kooperation mit der Suchthilfe gefördert. Das bezieht sowohl das Wissen über Angebote des Sucht-hilfesystems als auch über die Grenzen der eigenen professionel-len Möglichkeiten ein. Der Basis-kurs bietet zu diesen Themen-feldern eine fundierte Grundlage.

Nach abgeschlossenem Kurs erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahme-bescheinigung, die nach Absprache mit dem Träger die Zulassung zum Aufbaukurs »Suchtberater/in (LWL)“ ermöglicht.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Schöppingen

Datum
30.01.2020

Datum (Ende)
bis 01.02.2020
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

Im Rausch - Sucht und Süchte in ihrer ambivalenten Auswirkung auf das gesellschaftliche Leben

Beschreibung
Höchst ambivalent trifft uns das Wechselbad von Sehnsucht und Süchten, von rauschhafter Begeisterung und dem Elend von Drogen- und Alkohol- missbrauch.
Keine mag sich berauschter Kreativität entziehen und ekstatische Ausrutscher sind dem Genie vergönnt. Doch unbarmherzig wird der Missbrauch von Drogen dem gefallenen Helden von gestern ebenso angekreidet, wie dem buch-stäblich armen Schlucker im Alltagsumfeld des Normalbürgers.

Rausch und Sucht zerstören Menschen, Gruppen und ganze Kommunen, wie die jüngste Opiat-problematik in den USA zeigt. Sie zerstören Karrieren, Träume und Erfolge – und sie gefährden die Gesellschaft wirtschaftlich. Gleichzeitig ist der Prosecco zum Anstoßen Pflicht, die Bierdusche ein Zeichen des Erfolgs und die Linie Kokain auch ein Status-symbol, um nur die (alt)bekannten Süchte zu nennen. Doch wir sind viel weiter: Essen oder Nicht-Essen können genauso zur Suchtkrankheit werden, wie ein Übermaß an Aufputschmitteln – schon für die Jüngsten, damit diese auf der Jagd nach dem Erfolg auch weit genug kommen. Ohne Fleiß kein Preis, ohne Stimulans und Ritalin kein Orden?

Hin- und hergerissen entdecken wir beide Seiten in uns: als tremendum et fascinans charakterisiert Rodolf Otto (1917) das Religiöse in uns. Ganz ähnlich erleben wir fasziniert und erschrocken zugleich die Macht des Rausches mit seinen Lockungen und Gefährdungen. Sie rütteln an unserem geordneten Alltag. Wir laden interessierte Bürgerinnen und Bürger in die Evangelischen Akademie Tutzing ein, um sich gemeinsam diesem meist emotional und dennoch seltsam konsequenzlos diskutierten Thema zu widmen.

VeranstalterIn
Ev. Akademie Tutzing

Veranstaltungsort
Tutzing

Datum
31.01.2020

Datum (Ende)
bis 02.02.2020

 

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Aufgenommen werden öffentliche Veranstaltungen zum Thema Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW sowie bundesweite Fachtagungen und Kongresse.

Veranstaltungen der Landeskampagne Sucht hat immer eine Geschichte finden Sie im Online-Veranstaltungskalender unter www.suchtgeschichte.nrw.de.