Veröffentlichung des Jahresberichts 2015: Die Arbeit der Drogenkonsumräume in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit zehn Drogenkonsumräume. Die Inanspruchnahme und Nutzung der 96 Konsumplätze wird entsprechend der gültigen Rechtsverordnung dokumentiert und evaluiert. Die Landesstelle Sucht NRW unterstützt im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW die Drogenkonsumraumbetreiber*innen bei der Erhebung und Auswertung der Daten. Der Jahresbericht 2015 stellt die  Ausstattung der Standorte sowie die Inanspruchnahme in 2015 dar. Darüber hinaus wurden Jahresvergleiche mit den Auswertungsjahren 2013 und 2014 durchgeführt.

Drogenkonsumräume haben sich als niedrigschwellige, in das Suchthilfesystem integrierte Angebote zur Gesundheits- und Überlebenshilfe bewährt. Die Angebote und Leistungen sind anerkannt und werden von den Konsument*innen bestätigt und genutzt. In 2015 gab es insgesamt 184.949 Konsumvorgänge (M:164.287; W:20.662).

zum ausführlichen Jahresbericht 2015

In 2015 wurden Änderungen an der Verordnung zum Betrieb von Drogenkonsumräumen in NRW rechtskräftig. Neben der Entfristung der Verordnung sowie der Umsetzung einer gendergerechten Sprache wurden einige fachlich-inhaltliche Anpassungen vorgenommen, damit den mit dem Drogenkosum verbundenen gesundheitlichen Risiken noch gezielter entgegen gewirkt werden kann. Hierzu gehören u.a. die Erweiterung der zugelassenen und im Vergleich zur intravenösen Drogenapplikation risikoärmeren Konsumarten um den nasalen Konsum sowie der zugelassenden Konsumstoffe um die bei Drogenabhängigen weit verbreiteten Benzodiazepine. Eine wesentliche Änderung betrifft die Erweiterung des Nutzer*innenkreises um erkennbar Substituierte, die nicht mehr generell von der Nutzung des Drogenkosumraums ausgeschlossen werden. Die Änderungen wurden 2016 in der Praxis umgesetzt und werden im Jahresbericht 2016 ausführlich dargestellt.

Verordnung über den Betrieb von Drogenkonsumräumen in NRW

 

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