Milzbrand-Gefahr bei intravenösen Heroinkonsum

Das RKI informiert diese Woche über mögliche Häufung von Wundbotulismus-Fällen bei Drogengebraucherinnen und Drogengebrauchern in Norwegen und Schottland. Am 29. Dezember 2014 wurde dem RKI über das europäische Frühwarnsystem (EWRS) ein klinisch diagnostizierter Fall in der Gegend von Oslo bei einem Heroingebraucher mitgeteilt. Zudem gibt es zwei weitere Verdachtsfälle in Schottland, die ebenfalls Heroin injiziert hatten.

Da eine kontaminierte Charge Heroin als Ursache der Häufung sein kann, sind Fälle auch in anderen Ländern nicht auszuschließen.

Bitte informieren Sie Ihre Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner in Drogenhilfeeinrichtungen, Substitutionspraxen und andere Einrichtungen, die mit Drogengebraucherinnen und Drogengebrauchern in Kontakt sind. Die Landesstellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes wurden informiert mit der Bitte um Weitergabe der Informationen an die Kliniken.
Klinische Verdachtsfälle sind unverzüglich an das lokale Gesundheitsamt zu melden.

Weitere Informationen rund um Botulismus finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts

Unter anderem finden Sie dort folgende Berichte:

RKI: Bericht zu einer Häufung von Wundbotulismus bei injizierenden Drogenkonsumenten in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005

RKI: Fallbericht von Wundbotulismus bei einem Drogengebraucher im Jahr 2004

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