Medikamentenabhängige schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder

Die Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA setzt das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW geförderte Projekt "Medikamentenabhängige schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder" um. Mit bis zu 1,9 Mio. Betroffenen ist die Medikamentenabhängigkeit die zweithäufigste Abhängig­keits­erkrankung in Deutschland. Abhängigkeitspotential besitzen v.a. die Schlaf- und Beruhigungsmittel mit Wirkstoffen aus der Familie der Benzodiazepine und der sog. Z-Drugs. 

Frauen erhalten und kon­su­mieren mehr Arzneimittel als Männer und sie stellen ca. 70% der Arzneimittelabhängigen. Ein großer Teil hiervon ist niedrigdosisabhängig. Das gesundheitliche Versorgungssystem und die Suchthilfe weisen bisher eine „Leerstelle“ bei der Identifikation und Unterstützung medikamenten­abhängiger Frauen auf. Gleichzeitig besteht jedoch insbesondere bei medikamentenkonsumieren­den schwangeren Frauen und Müttern erhöhter Handlungsbedarf.

Das Projekt der Landeskoordinierungsstelle Frauen und Sucht NRW, BELLA DONNA, widmet sich dieser bisher weitgehend unbeachteten Gruppe. In der Projekt­phase von Juli 2017 bis Juni 2019 werden qualitative Einzelinterviews mit medikamentenabhängigen Frauen geführt, um Erkenntnisse über ihre Lebenssituationen und Unterstützungsbedarfe während der Schwangerschaft und als Mütter sowie Kontaktmöglichkeiten seitens des Hilfesystems zu gewinnen. In einer begleitenden Arbeitsgruppe von Praktiker*innen werden die Ergebnisse diskutiert und anschließend konkrete Handlungsempfehlun­gen für die Praxis entwickelt.

Ansprechpartnerin:
Gabriele Klärs
g.klaers@belladonna-essen.de
Tel. 0201-85199436
Kopstadtplatz 24-25, 45127 Essen
www.belladonna-essen.de

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