Erleichterung der Rahmenbedingungen diamorphingestützter Behandlung

Am 17. Januar hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Änderung der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-RL) für den Bereich der diamorphingestützten Behandlung von Schwerstopiatabhängigen beschlossen. Die neue Regelung sieht Erleichterungen bezogen auf die personellen und räumlichen Anforderungen für Einrichtungen der diamorphingestützten Behandlung vor.

Die bislang geltenden Voraussetzungen stellten für Einrichtungen meist eine große Hürde dar. Dies lies den weiteren Ausbau an diamorpingestützter Behandlung unmöglich erscheinen.

Erleichterung der personellen Anforderungen: Künftig ist die Anwesenheit von Ärztinnen und Ärzten im Umfang von drei Vollzeitstellen pro Einrichtung nicht mehr notwendig- eine angemessene Anzahl von Arztstellen und qualifizierten nichtärztlichen Stellen, die innerhalb eines zwölfstündigen Zeitraums während der Vergabezeiten und Nachbeobachtung anwesend und darüber hinaus per Rufbereitschaft erreichbar sind ist nun ausreichend.

Erleichtungen der räumlichen Anforderungen: Eine strikte räumliche Trennung von Warte-, Ausgabe- und Überwachungsbereich wird aufgehoben.

Die Bundesdrogenbeauftragte, Mechthild Dyckmans erklärte zu dem Beschluss: "Ich bin sehr froh, dass es nach langen Verhandlungen nun endlich gelungen ist, die zu hohen personellen und räumlichen Voraussetzungen für diamorphinsubstituierende Einrichtungen abzusenken. Dies sollte in der Praxis dazu beitragen, dass sich weitere Einrichtungen der Behandlung von Schwerstopiatabhängigen mit Diamorphin annehmen und noch mehr Patienten, die diese Behandlung brauchen, versorgt werden können. Mit der diamorphingestützten Behandlung geben wir Schwerstabhängigen eine Chance zu überleben und eine Perspektive für ihr Leben."

Der Beschluss wird nun dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt.

Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten

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