Befragung zeigt: Corona Lockdown fördert Suchtverhalten

Stress durch massive Einschränkungen sozialer Begegnungen kann riskanten Alkohol- und Tabakkonsum sowie Suchtverhalten fördern, wie aus früheren Epidemien bekannt ist. Diese Gefahr besteht auch in der aktuellen Corona-Pandemie. Das belegt eine Studie zur Veränderung der Alkohol- und Tabakkonsumgewohnheiten während des Lockdowns, die vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) Mannheim und der Universitätsklinik Nürnberg durchgeführt wurde.

Demzufolge trinken 37,4% der Befragten seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen mehr Alkohol. 42,7% der Studienteilnehmenden konsumieren mehr Tabak als zuvor. Daher sei es wichtig, über Risiken und mögliche Langzeitfolgen zu informieren sowie niederschwellige medizinische und soziale Hilfsangebote bereits während der Akutphase der Corona-Pandemie aufzubauen, schlussfolgern die Autorinnen und Autoren der Studie.

Weitere Details können Sie der Publikation im Deutschen Ärzteblatt entnehmen: https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=214451

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