Alkoholbedingte Fehltage steigen weiterhin an

Diesen Monat wurde der Fehlzeiten-Report 2013 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) veröffentlicht. In 2012 kam es zu insgesamt 2,42 Millionen Fehltagen, die durch die Einnahme von Suchtmitteln verursacht wurden. Damit ist der Anteil der Fehltage in den vergangen letzten 10 Jahren um 17% gestiegen. Hauptursache für die Fehltage ist laut WIdO der Konsum von Alkohol und Nikotin. Neben den gravierenden gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen selbst entstehen durch Alkohol- und Nikotinkonsum jährlich mit etwa 60,25 Milliarden Euro hohe Belastungen für die deutsche Wirtschaft.

Laut der Experten ist ein Trend zu neuen leistungssteigernden Suchtmitteln zu verzeichnen. Zunehmender Leistungsdruck und die Forderung nach immer mehr Flexibilität in der Arbeitswelt werden als Ursache bei der Entstehung von Suchterkrankungen gesehen.

Eine aktuelle Studie des WIdO belegt, dass 5,3 Prozent der über 2.000 befragten Erwerbstätigen täglich Alkohol konsumieren. Der Anteil der Männer liegt fast viereinhalb mal über dem der Frauen. Unabhängig vom Geschlecht steigt die Wahrscheinlichkeit eines regelmäßigen Alkoholkonsums mit dem Bildungsstand. Die Wahrscheinlichkeit zu rauchen ist hingegen umso geringer, je höher der Bildungsstand ist. Allerdings nimmt der Anteil der Raucher mit steigendem Lebensalter ab.
Insgesamt belegen diese Zahlen einmal mehr die Notwendigkeit von Angeboten der betrieblichen Suchtprävention.

Mehr Information zu Sucht am Arbeitsplatz

Hier können Sie den Fehlzeiten-Report bestellen.

 

Zurück