Termine

Termine

 

Art, Titel
Termin
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

Suchtmittelkonsum hinter Gittern

Beschreibung
IMPULSE FÜR SUCHTBERATUNG, -BEHANDLUNG UND -THERAPIE IM JUSTIZVOLLZUG

Studienergebnissen zufolge besteht bei etwa 50 Prozent der Gefangenen bereits vor ihrer
Inhaftierung eine stoffgebundene Abhängigkeitserkrankung oder zumindest missbräuchlicher
Konsum.
Die in diesem Zusammenhang
stehenden Problemlagen werden in den Justizvollzug importiert. Dies stellt den Justizvollzug
vor ernsthafte und unterschied-liche Herausforderungen, denen durch vielfältige Sicherheits- und Behandlungsmaßnahmen
(insbesondere mittels Beratung, Behandlung und Therapie) fortlaufend begegnet wird.
Hinsichtlich der therapeutischen Maßnahmen und einer möglichen Infektionsgefährdung bedarf dies der besonderen Berücksichtigung
durch die Fachdienste.
Im Jahr 2017 wurden im baden-württembergischen Justizvollzug 513 Strafgefangene von der Suchtberatung erfolgreich auf eine externe medizinische Rehabilitationsmaßnahme im Rahmen von „Therapie statt
Strafe“ vorbereitet. Auch stehen im Justizvollzug weitere therapeutische Möglichkeiten
zur Verfügung; neben abstinenz-orientierten Maßnahmen hat sich auch die Substitutionsbehandlung
etabliert. Hierbei kann die
begleitende psychosoziale Betreuung die Behandlungs-ergebnisse verbessern und soll
daher regelhaft empfohlen werden.
Die Kontinuität der Behandlung ist insbesondere für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen
im Rahmen der Entlassung
aus der Haft eine besondere Herausforderung.
Insbesondere im Bereich dieser Schnittstelle sind das Risiko für einen Rückfall sowie einer
in diesem Zusammenhang stehenden erneuten Straffälligkeit besonders hoch. Positive
Bindungen und Unterstützungs-Möglichkeiten können dies verhindern helfen.
Die beschriebenen Herausforder-ungen können nur bewältigt werden, wenn Mitarbeiter*
innen der Justizvollzugs-anstalten mit Mitarbeiter*innen der externen Suchtberatung
sowie nachbehandelnden
/-betreuenden Stellen ziel-gerichtet zusammenarbeiten.

Im Rahmen der Fachtagung soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit das bereits gelingt, wie positive Ansätze/ Konzepte aussehen und wo noch Handlungs-bedarfe im Sinne einer verbesserten Betreuung bestehen.

Herzlich eingeladen zur Fachtagung sind die
Mitarbeiter*innen aus der ambulanten und stationären Suchthilfe, die Kolleg*innen aus
den Justizvollzugsanstalten sowie unsere Kooperations-partner*innen der Bewährungs- und
Straffälligenhilfe.

Wir bedanken uns beim Ministerium der Justiz
und für Europa Baden-Württemberg für die gemeinsame Planung der Veranstaltung und bei der Lotterie GlücksSpirale für die Förderung.

VeranstalterIn
Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.

Veranstaltungsort
Stuttgart

Datum
06.02.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Trauma und Sucht: Grundlagenwissen und Stabilisierungstechniken

Beschreibung
Viele suchtmittelabhängige Menschen haben in ihrer Vergangenheit Traumatisierungen erlebt – und ein Leben in
der Sucht hat häufig weitere Traumatisierungen zur Folge.
Die Diskussion und Forschung in der Traumabehandlung hat sich in den letzten Jahren eiterentwickelt und stellt neue Herausforderungen an die Behandelnden. Wie können
wir traumatisierten suchtmittel-abhängigen Menschen in unserem beruflichen Alltag gerecht werden? Wie ihre Sucht behandeln ohne die Traumatisierung zu ignorieren?
Dieses Seminar vermittelt Grundlagenwissen, damit Traumatisierungen erkannt werden können, und um Symptome verstehen zu lernen. Der Weg von einer Suchterkrankung in eine spezialisierte Trauma-Sucht-Behandlung ist oft lang
und langwierig.
Daher: Wie können wir diesen Menschen in den unterschiedlichen Einrichtungen im Suchthilfesystem
gerecht werden, ohne eine spezifische Traumabehandlung
anbieten zu können? Auf diese Frage wird das Seminar eingehen, und konkrete Hilfestellungen anbieten.
Eine vertrauensvolle Beziehung, Informationen und Aufklärung
über die Traumatisierung, sowie die Anwendung einfacher Übungen und Techniken können traumatisierten Menschen zu einer Stabilität verhelfen und sie öffnen für eine Vermittlung in eine spezialisierte Behandlung.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Münster

Datum
11.02.2019

Datum (Ende)
bis 12.02.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

LKI Curriculum 01 Berufliche und soziale Integration suchtkranker Menschen

Beschreibung
Fortbildungsreihe für Mitarbeiter*innen der ambulanten und stationären Suchthilfe in NRW

Die berufliche und soziale Integration von Menschen mit Suchterkrankungen steht derzeit gesellschaftlich und politisch besonders im Fokus.
Brüche im Lebenslauf der Menschen, Lücken in der Erwerbsbiografie oder fehlende berufliche Qualifikationen stellen hohe Anforderungen an die Suchthilfe.

- Welche Möglichkeiten der beruflichen Integration bieten sich an?

- Welche Angebote gibt es in der Kommune vor Ort?

- Welche Leistungen werden von wem finanziert?

- Wie erarbeite ich eine lang-fristige berufliche Perspektive mit dem Klientel?

- Wie lassen sich Kooperations-partner mit ins Boot nehmen und wie gestalte ich tragfähige Vernetzungsprozesse?

Mit dem LKI Curriculum01 vermitteln wir Ihnen in sechs zusammenhängenden Modulen fun-diertes Fachwissen zu diesen Themenbereichen und geben Ihnen Raum für einen innovativen Erfahrungsaustausch.

14.02.2019 (Modul 1),
Kolping Forum Hotel Susato in Soest

11.04.2019 (Modul 2),
Kolping Forum Hotel Aspethera in Paderborn

06.06.2019 (Modul 3),
Kolping Forum Hotel Ardey in Witten

12.09.2019 (Modul 4),
Deutsche Rentenversicherung Westfalen in Münster

10.10.2019 (Modul 5),
Kolping Forum Hotel Aspethera in Paderborn

28.11.2019 (Modul 6),
Kolping Forum Hotel Susato in Soest

VeranstalterIn
Landeskoordinierungsstelle berufliche und soziale Integration Suchtkranker in NRW

Veranstaltungsort
Soest - Modul 1

Datum
14.02.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Sucht und Medizin: Medikamentenabhängigkeit erkennen und behandeln

Beschreibung
1,2 bis 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, überwiegend ältere Menschen, hauptsächlich Frauen, sind
Arzneimittel abhängig. Auffällig daneben ist der hohe Anstieg von Antidepressiva in den letzten Jahren (DHS,Jahrbuch Sucht 2018). Reine Medikamentenabhängige kommen jedoch nur vereinzelt in das Suchthilfesystem.
Sie verursachen dann i.d.R.
einen erhöhten Betreuungsaufwand,
haben aber andererseits eine hohe
Behandlungs-Abbruchrate.
Dies liegt wesentlich daran, dass der Behandelnde und der Betroffene ein unterschiedliches Krankheits-Konzept und daraus resultierend unterschiedliche Vorstellungen von
Behandlung haben.
Hinzu kommt, dass durch Unwissen oder Halbwissen die pharma-kologische Entzugs-Behandlung falsch
von Statten geht, wodurch Entzüge unnötig erschwert werden.

VeranstalterIn
LWL Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Lippstadt

Datum
21.02.2019

 

Veranstaltungsprogramm der Landesstelle Sucht NRW

Januar bis Dezember 2019

 

Termine vorschlagen

Gerne weisen wir in der Terminübersicht auf Ihre Veranstaltung hin.
Geben Sie hier einen Termin ein.

Aufgenommen werden öffentliche Veranstaltungen zum Thema Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW sowie bundesweite Fachtagungen und Kongresse.

Veranstaltungen der Landeskampagne Sucht hat immer eine Geschichte finden Sie im Online-Veranstaltungskalender unter www.suchtgeschichte.nrw.de.