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Art, Titel
Termin
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Rückfallprophylaxe und Rückfallmanagement

Beschreibung
Rückfälle im Verlauf einer Abhängigkeitsbehandlung stellen verständlicherweise eine besonders schwere Entmutigung, sowohl für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen, als auch für die Therapeuten dar. Andererseits zeigen Forschungsergebnisse übereinstimmend, dass Rückfälle in der Regel kein prinzipielles Scheitern vorangegangener Behandlungsbemühungen bedeuten, sondern vielmehr normale Vorgänge auf dem Weg zu dauerhafter Abstinenz darstellen und Ausdruck kurzfristiger Überforderung der Betroffenen sind. Eine therapeutische Unterstützung in Form von gezieltem Umgang mit intra- bzw. interpersonellen Risikobedingungen, die die Rückfallgefahr erheblich steigern, gilt als ein fester Bestandteil einer evidenzbasierten Entwöhnungsbehandlung. Auch die Vermittlung eines mit Patienten gemeinsam erarbeiteten Vorgehens bei Rückfällen stellt eine effektive Hilfe dar.

In dem Seminar werden Vorgehensweisen vorgestellt, um das Thema Rückfall - unabhängig von der jeweiligen therapeutischen Ausrichtung - zu einem zentralen Behandlungsthema werden zu lassen: Neben Rückfalldiagnostik, -analyse und -modellvermittlung sowie Einbeziehung von Angehörigen u.a. sollen eine Reihe effektiver Verfahren erläutert und anhand von Videoaufzeichnungen demonstriert werden. Außerdem sollen spezifische Methoden, die das Rückfallrisiko bei Suchtkranken senken können, geübt werden. Hierzu zählen v.a. Ablehnungstraining, Expositionsübungen und Bewältigungstonbänder. Insgesamt wird ein erprobtes Vorgehen mit Rückfällen während der Behandlung vorgestellt, das den Patienten ermöglicht, sich kurzfristig zu stabilisieren, ihren Rückfall zu verstehen und zu akzeptieren, sowie daraus geeignete Konsequenzen für die Fortführung ihrer Behandlung abzuleiten. Durch eine aktive Beteiligung der Seminarteilnehmer sollen eine kreative Diskussion und sinnvoller Austausch über die Integrationsmöglichkeiten der vorgestellten Vorgehensweisen im Behandlungsalltag angeregt werden.

VeranstalterIn
Fachverband Sucht e.V.

Veranstaltungsort
Bonn-Bad Godesberg

Datum
04.11.2019

Datum (Ende)
bis 05.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

MOVE - Gemeinsam für Menschen mit Offenheit/ Vertrauen/ Engagement

Beschreibung
Fit für die WHO 2030:
Gemeinsam gegen HIV und HCV
in der Suchtberatung

Workshop für Sozialarbeiter*innen

Liebe Suchtberater*innen,
die WHO hat das Ziel bis 2030 HIV und Hepatitis C zu bekämpfen – zwei lebensbedrohliche Erkrankungen, die weltweit Millionen Menschen betreffen. Auch
in Deutschland werden die welt-weiten Initiativen in diesen Bereichen aufgegriffen und in Aktionen wie „Das CHECK ich“¹ oder „Fast-Track-City“² umgesetzt.
Die DRUCK Studie hat gezeigt, dass teilweise über die Hälfte der intravenös drogenkonsumierenden Menschen an einer virämischen Hepatitis-C-Infektion leiden.
Auch das Risiko für eine HIV-Infektion war teilweise deutlich erhöht.³ Die Betroffenen sind häufig deutlich in den Bereichen Diagnose wie auch Behandlung dieser Erkrankungen unterversorgt und haben daher ein gesteigertes Risiko an den Komplikationen der Infektionen zu leiden.⁴
Heute ist HIV hervorragend kontrollierbar. Die Hepatitis C Infektion ist dank moderner und gut verträglicher Arzneimittel meist sogar heilbar.
Die Ziele der WHO können nur erreicht werden, wenn geeignete Maßnahmen weltweit und lokal bei Menschen mit erhöhtem Risiko umgesetzt werden. Und Ihr könnt einen großen Teil dazu beitragen.
In dieser Veranstaltung möchten wir Euch daher näher bringen, was genau eine Hepatitis C- oder eine HIV-Infektion für das Wohlbefinden und die Gesundheit bedeuten und wie ihr mit Euren Klient*innen über diese Themen sprechen könnt.
Die Elimination beginnt im Kleinen – bei Euch und im direkten Gespräch mit Euren Klient*innen.

1 https://www.drogenbeauftragte.de/presse/projekte-und-
schirmherrschaften/projekte-des-monats/2018/hiv-hepatitis-das-check-ich.html?L=0 (zuletzt aufgerufen am 10.09.2019)
2
http://www.unaids.org/en/cities, (zuletzt aufgerufen am 10.09.2019),
http://www.fast-trackcities.org/cities/berlin (zuletzt aufgerufen am 09.09.2019)
3
Robert Koch-Institut. Abschlussbericht der Studie „Drogen und chronischen Infektionskrankheiten in Deutschland“ (DRUCK-Studie), Berlin 2016
4
Sarrazin et al. 2017: S3 Leitlinie „Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Hepatitis-C-Virus (HCV-) Infektion“. AWMF-Register-Nr.: 021/012

VeranstalterIn
Gilead Sciences GmbH

Veranstaltungsort
Düsseldorf

Datum
05.11.2019
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

In flagranti – Sucht und Sexualität

Beschreibung
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

„in flagranti“ – ein Ausruf, der bei den meisten Menschen
Assoziationen zum Ehebruch oder zum Fremdgehen weckt.
Außerdem wird der Begriff genutzt, um zu verdeutlichen, wenn jemand auf frischer Tat ertappt wird; „flammenden Verbrechens“ ist die ursprünglichere Bedeutung.
Mit unserer Fachtagung „in flagranti“ möchten wir keinem
Verbrechen nachgehen, sondern viel mehr mit der Sexualität
ein flammendes Thema in den Mittelpunkt rücken, das in der
Suchtberatung und Behandlung oft tabuisiert wird.

Die Suche nach und das Ausleben von Liebe und Sexualität sind
Grundbedürfnisse jedes Menschen. Auf den ersten Blick scheint
es nicht nachvollziehbar warum diesen Bedürfnissen - und im
(Er-) Leben unserer Klientinnen und Klienten zentralen Themen -
oftmals nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein zweiter
Blick macht aber deutlich, dass es häufig Unsicherheiten sind, die
es erschweren, Sexualität in Beratung und Behandlung zur Sprache
zu bringen.
Die Hauptvorträge werden den grundlegenden Zusammenhang
von Sucht und Sexualität hinterfragen und auch einen Einblick in die Sexualität der „Moderne“ geben (in der das Besprechen ebendieser anscheinend nicht leichter wird). Darüber hinaus werden die aktuellen Ergebnisse der Umfrage „LUST & Rausch - Bedeutung von Alkohol, Drogen und Medikamenten im Zusammenhang mit Sexualität im Kreis Siegen-Wittgenstein“ während
der Veranstaltung vorgestellt.

Diese regionale Fachtagung findet im Kontext des 10jährigen
Jubiläums der AWO-Suchthilfe Siegerland statt. Sie wird in Kooperation zwischen der Suchthilfe der AWO Siegen, der Präventionsfachstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein und der LWL-Koordinationsstelle Sucht durchgeführt. Dadurch ist es möglich, ein Programm anzubieten, das über den Tellerrand blicken lässt und gleichzeitig die regionale Bedeutung des Themas verdeutlicht.
Wir freuen uns, Sie im Kulturhaus Lÿz in Siegen begrüßen zu dürfen.

VeranstalterIn
Kooperation zwischen der Suchthilfe der AWO Siegen, der Präventionsfachstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein und der LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Siegen

Datum
05.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Was geht noch - wenn nichts mehr geht? - Lösungsorientierte Behandlung von suchtkranken Menschen

Beschreibung
Die alltägliche Arbeit mit suchtkranken Menschen wird oftmals erschwert durch unmotivierte Patienten und „hoffnungslose“ Fälle. Anhand von scheinbar hoffnungslos chronifizierten Verläufen suchtkranker Menschen wird in diesem Seminar aufgezeigt, wie man versuchen kann, auch unter vermeintlich schwierigen Bedingungen positive Veränderungen zu erreichen und zu stabilisieren.

In unserem Leben konstruieren wir – auch in der Rolle des Beraters/ Behandlers – Bilder von der Wirklichkeit, schaffen Glaubenssysteme und innere Landkarten und halten diese für die objektive Realität. Dadurch gewinnen wir Orientierung, erfahren aber auch Begrenzung unserer Handlungsmöglichkeiten. Im Seminar werden Spielräume und Möglichkeiten zur Gestaltung des Kontaktes zwischen Berater/Behandler und Klient/Patient im jeweiligen Arbeitsalltag an konkreten Beispielen erarbeitet.

Fragen, mit denen wir uns beschäftigen sind u.a.:
Wie kann ich mit sparsamen Interventionen bedeutsame Entwicklungen anstoßen?
Wie gehe ich mit unmotivierten Patienten um?
Wie gehe ich mit aussichtslosen Fällen um?
Wie kann ich anleiten und moderieren ohne zu leiden?
Wie kann ich Begrenzungen nutzen?
Welche Position in meinem Arbeitsfeld gestattet mir welche Möglichkeiten?

VeranstalterIn
Fachverband Sucht e.V.

Veranstaltungsort
Bonn-Bad Godesberg

Datum
11.11.2019

Datum (Ende)
bis 12.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Aktuelles aus der Glücksspielsuchtforschung: Ausgewählte Befunde und Implikationen für die Praxis

Beschreibung
Ausgangspunkt des Seminars ist die Beobachtung einer exponentiellen Zunahme an wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema „Glücksspiele und Glücksspielsucht“ in den letzten Jahren. Aus der Fülle von neuen Forschungsbefunden sollen ausgewählte Erkenntnisse der nationalen Glücksspielsucht-forschung, etwa aus den Bereichen der Epidemiologie (u.a. zu Risikogruppen), Ätiologie (u.a. zu kausalen Risikofaktoren und Wirkmechanismen), Konsumforschung (u.a. zur Relevanz einzelner Glücksspielformen) und Evaluations-forschung (u.a. zum Nutzen bestimmter Spielerschutzmaßnahmen) vorgestellt werden. In Ergänzung dazu finden wichtige empirische Forschungsbefunde aus dem internationalen Kontext Erwähnung. Hier wird der Schwerpunkt primär auf diejenigen Studien gelegt, die die traditionellen Paradigmen der Glücksspielsuchtforschung relativieren bzw. in Frage stellen.
Ein weiterer Aspekt des Seminars bezieht sich auf den Wandel der Glücksspielmärkte in Richtung Globalisierung und Digitalisierung. Zum einen gewinnen internetbasierte Glücksspielangebote stetig an Bedeutung. Zum anderen bringen neue Spielformate, wie etwa das simulierte Internet-Glücksspiel oder das Virtual Gambling, neue Spielanreize und damit besondere Problembereiche mit sich. Parallel hierzu sind die Sportwetten - nicht nur Deutschland - inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen, ebenfalls verbunden mit neuartigen Herausforderungen für die Suchtprävention und -behandlung. Hierzu zählen unter anderem die extensiven Vermarkungsstrategien der Anbieter oder die beim Sportwetten besonders ausgeprägten kognitiven Verzerrungen auf Seiten der Kunden.
Abschließend steht die generelle Frage im Raum, welche evidenzgestützten Optimierungs-möglichkeiten im Hinblick auf die Prävention, die Intervention und den Jugend- bzw. Spielerschutz existieren bzw. wie einzelne Forschungsbefunde bestmöglich in die Praxis übersetzt werden können.

Termin:
12.11.2019, 09.45 – 17.00 Uhr

Teilnahmegebühr:
30 € für Teilnehmende aus NRW /
60 € für Teilnehmende außerhalb von NRW (incl. Pausenverpflegung, Gebühr wird vor Ort entrichtet)

Referierende:
Dr. Tobias Hayer (Dipl.-Psych. Uni Bremen)

Veranstaltungsort:
Jugendgästehaus Bielefeld
Hermann-Kleinewächter-Str. 1
33602 Bielefeld

Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen Bereich / Suchtberaterinnen und -berater / Schulpsychologinnen und -psychologen / Schulsozial-arbeiterinnen und -arbeiter

VeranstalterIn
Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW

Veranstaltungsort
Bielefeld

Datum
12.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Sucht und Medizin: Risiken für eine Suchtentwicklung im Jugendalter

Beschreibung
„Ausprobieren – Konsumieren – Abhängig werden?“

Jugendliche gelten als experimentierfreudig und insbesondere in der Gleichaltrigen-Gruppe als risikobereit. Gleichzeitig ist diese Altersstufe
entwicklungsbedingt mit zunehmender Übernahme von Eigenverantwortung
und Ablösung vom Elternhaus beschäftigt.

Wie entsteht in dieser Zeit ein missbräuchlicher Konsum bzw. ggf.
eine Abhängigkeitserkrankung?

Welche Drogen konsumieren die Jugendlichen heute? Wie wirken
diese Drogen?

Welche Ursachen bzw. auslösenden Faktoren sind erkennbar?

Welche komorbiden psychiatrischen Störungen sind häufig vorhanden
oder treten im Verlauf auf?

Welche Interventionen in der Prävention und Therapie haben sich
als hilfreich erwiesen?

Im Rahmen des Seminars soll weiterhin ein Austausch über die Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit dieser Thematik entstehen.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Hamm

Datum
13.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

MOVE – motivierende Kurzintervention

Beschreibung
18.11.2019, 19.11.2019 sowie 26.11.2019 jeweils von 9 -17 Uhr

Wie können Jugendliche, aber auch Erwachsene, motiviert werden, sich mit dem eigenen Konsumverhalten und dessen Risiken auseinander zu setzen oder etwas daran zu verändern? Viele Fachkräfte stehen vor der Aufgabe, übermäßigen Alkoholkonsum oder Substanzmittelgebrauch mit Jugendlichen zu thematisieren, ohne dass eine Intervention möglich ist.
MOVE erleichtert den Spagat zwischen Fürsorge und Autonomie, denen Kontaktpersonen von konsumierenden Jugendlichen/ Erwachsenen oft ausgesetzt sind. Als alltagstaugliches Gesprächs-instrument setzt MOVE Impulse und Denkanstöße, mit dem Ziel, einen ersten Schritt zur Reflexion schädigenden Verhaltens zu ermöglichen.
MOVE ist für alle geeignet, die mit Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten und Alternativen zu Beratungsangeboten suchen.

VeranstalterIn
prisma gGmbH, Fachstelle Sucht und Suchtprävention

Veranstaltungsort
Hannover

Datum
18.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Anwendung des deutschen Kerndatensatzes 3.0

Beschreibung
Anwenderschulung für Mitarbeiter*innen der Sucht- und Drogenberatungsstellen in NRW

Die Schulungen werden in Münster und Düsseldorf angeboten.

Online-Anmeldung:

http://anmeldung-nrw.isd-hamburg.de

VeranstalterIn
Geschäftsstelle der Landesstelle Sucht NRW

Veranstaltungsort
Düsseldorf

Datum
18.11.2019

Dokumente
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Nichts geht mehr?! - Geht doch! - Soziotherapie für chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängige - CMA"

Beschreibung
Chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängige (CMA) galten lange Zeit als depraviert, therapieresistent, unmotiviert und hoffnungslos. Dabei stand das Fehlende, Abnorme, Defizitäre und Pathologische der Patientengruppe im Fokus der Aufmerksamkeit.
Richten Behandler und Betroffene selbst ihr Augenmerk jedoch mehr auf Erfolgs- und Gelingensfaktoren, auf die Potenziale, die Kompetenzen, die Ressourcen des Betroffenen und auf das, was therapeutisch wirkt, zeigt sich, dass es doch geht!

Im Seminar werden die Rahmen-bedingungen der Soziotherapie und praxisnah wirksame Behandlungs-ansätze für die Arbeit mit chronisch mehrfach beeinträchtigten Abhängigen vorgestellt. Diese Modelle berücksichtigen die neueren Erkenntnisse der Neurowissen-schaften über Entstehung, Beibehaltung und Veränderung abhängigen Verhaltens und deren Bedeutung für die Gestaltung von erfolgreichen Therapieprozessen. Des Weiteren werden die spezifischen hirnorganischen Veränderungen der Patientengruppe und die damit einhergehenden kognitiven Beeinträchtigungen besprochen. Geeignete Methoden zur Verbesserung der Alltagskompetenzen und kognitiven Leistung werden vorgestellt.

VeranstalterIn
Fachverband Sucht e.V.

Veranstaltungsort
Bonn-Bad Godesberg

Datum
18.11.2019

Datum (Ende)
bis 19.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Anwendung des deutschen Kerndatensatzes 3.0

Beschreibung
Anwenderschulung für Mitarbeiter*innen der Sucht- und Drogenberatungsstellen in NRW

Die Schulungen werden in Münster und Düsseldorf angeboten.

Online-Anmeldung:

http://anmeldung-nrw.isd-hamburg.de

VeranstalterIn
Geschäftsstelle der Landesstelle Sucht NRW

Veranstaltungsort
Münster

Datum
19.11.2019

Dokumente
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

„Frischzellenkur“ – Aktuelle, insbesondere systemische Methoden der Suchtarbeit

Beschreibung
In der alltäglichen Suchtarbeit entwickelt jede Fachkraft mit der Zeit bewährte Arbeitsmethoden, die kontinuierlich angewandt werden. Diese Strategien haben sich
einerseits als effektiv erwiesen, andererseits führen sie zu
unerwünschten Ermüdungs-erscheinungen, weil das neue,
innovative Element fehlt.
Neue Kolleginnen und Kollegen
übernehmen sinnvoller Weise zunächst eben diese alten,
gut etablierten und bewährten Methoden. Gewohnte und taugliche Verfahren geben uns Sicherheit im therapeutischen Handeln, aber führen uns durchaus auch in folgende
Situationen:
■ In Befindlichkeitsrunden, die in Nebensächlichkeiten
und Langeweile ausarten können.
■ In eine persönliche Müdigkeit angesichts der immer
wiederkehrenden Gruppensituation.
■ In Unsicherheit etwas Neues auszuprobieren, weil gruppendynamische Eruptionen entstehen könnten.
■ In die Position, sich selbst und die Klientinnen und Klienten
eher zu schonen, als Ihnen etwas zuzutrauen.
Insbesondere die Dauerthemen der Suchtarbeit, wie Biografiearbeit, Motivationsstärkung, Abstinenz-Erhaltung und Rückfallbearbeitung verdienen Achtsamkeit, Engagement
und professionelle Weiterent-wicklung, weil sie für das Klientel von essentieller Bedeutung sind.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Bielefeld

Datum
20.11.2019

Datum (Ende)
bis 22.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Flieg Feuervogel – flieg! Kinder suchtkranker Eltern stärken

Beschreibung
In Deutschland leben ca. 2,6 Millionen Kinder mit einem alkoholkranken, 60.000 Kinder mit einem opiatabhängigen Elternteil zusammen. Heruntergebrochen auf die Stadt und Städte-Region Aachen müssen wir von schätzungsweise 13.000 Minderjährigen in sucht-belasteten Familien ausgehen.

Die widrigen Umstände dieser Kindheit kann lebensprägend sein: Etwa ein Drittel von ihnen entwickelt in der Folge selbst Suchtstörungen. Ein weiteres Drittel zeigt psychische und soziale Störungen. Ein Drittel geht einigermaßen unbeschadet aus der belastenden Familiensituation hervor. Ziel von Feuervogel ist es bereits seit 2009, dieses letzte Drittel zu vergrößern sowie suchtpräventiv und gesund-heitsfördernd entgegenzuwirken. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich Feuervogel zu einer etablierten Fachstelle entwickelt.

Die Fortbildung gibt einen theoretischen Überblick zu den Themen Sucht und Familie sowie einen Einblick in den zehnjährigen Erfahrungsschatz der Suchthilfe Aachen. Daneben wird die methodische und praktische Arbeit mit den Kindern vorgestellt.
Die Veranstalter freuen sich auf einen interessanten und gewinnbringenden Austausch mit Fachleuten aus Beratung, Prävention, Schule, Jugendarbeit, Jugendhilfe, Medizin und Therapie.

VeranstalterIn
Suchthilfe Aachen

Veranstaltungsort
Aachen

Datum
20.11.2019
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

Wissenschaftliche Tagung des Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.

Beschreibung
31. Jahrestagung des Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.

VeranstalterIn
Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.

Veranstaltungsort
Berlin

Datum
21.11.2019

Datum (Ende)
bis 22.11.2019
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

XXIX. Niedersächsischen Suchtkonferenz

Beschreibung
zum Thema
„Wenn es für Jugendliche schwierig wird… Suchthilfe und Prävention bei Jugendlichen - eine transdiszi-plinäre Herausforderung“

am 25. November 2019
in der Akademie des Sports
in Hannover
einladen.

Die XXIX. Niedersächsische Sucht-konferenz ermöglicht einen Blick darauf, was es bedeutet, heute jung zu sein. Wie verändert sich das Sucht- und Risikoverhalten im Kindes- und Jugendalter in Folge gesellschaftlicher Veränderungen, welche Anforderungen ergeben sich für die Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe?

Grundsätzliche Fragestellungen werden in Vorträgen aufgegriffen - es wird Bezug genommen auf eine zunehmende Medialisierung, den Diskurs um die Legalisierung von Cannabis und die Aufnahme der „Gaming Disorder“ in den ICD-11. Zwei konkrete Projekte werden vorgestellt: das bundesweite Projekt „HaLT – Hart am LimiT“, das zeigt, wie ein verantwortungs-bewusster Umgang mit Alkohol erfolgreich gefördert werden kann, und eine im Auftrag der nieder-sächsischen Suchtselbsthilfe erarbeitete, bundesweit einmalige Studie.

Herzlich eingeladen sind Mitarbeitende der ambulanten und stationären Suchthilfe und Suchtselbsthilfe, Suchtprävention und psychiatrischen Versorgung, Suchtmediziner*innen, Psychotherapeut*innen, Mitarbeitende weiterer psychosozialer Beratungs- und Unterstützungssysteme, sowie fachlich Interessierte.
Die Niedersächsische Suchtkonferenz wird jährlich von dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. veranstaltet.
Die Zertifizierung mit Fortbildungspunkten ist bei der Ärztekammer Niedersachsen und der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen beantragt.
Wir würden uns freuen, Sie bei der Fachtagung begrüßen zu dürfen.

Anmeldeschluss ist der
11. November 2019.

VeranstalterIn
LVG & AFS Nds. e. V.

Veranstaltungsort
Hannover

Datum
25.11.2019
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

SUCHT IM FOKUS - Kommunen engagiert vor Ort

Beschreibung
Jahrestagung der Drogenbeauf-tragten der Bundesregierung

Sucht ist kein Randphänomen, sondern eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Mindestens acht Millionen Menschen in Deutschland sind suchtkrank. Das sind 10 Prozent der Bevölkerung. Für etwa die Hälfte von ihnen wird die Suchterkrankung zum Stolperstein für den weiteren Lebensweg. Ziel muss es sein, die Prävention zu stärken und die Beratung und Behandlung von Suchtkranken weiter zu verbessern.

Städten, Gemeinden und Landkreisen kommt bei der Suchtprävention und der Suchthilfe eine Schlüsselstellung zu. Ohne engagierte Kommunen kann die Drogen- und Suchtpolitik von Bund und Ländern nicht erfolgreich sein – ohne ein gutes Miteinander mit Bund und Ländern fällt es auch vielen Kommunen schwer, ihre Möglichkeiten in der Prävention und Suchthilfe in voller Breite auszuschöpfen. Welche Wege können Städte, Gemeinden und Landkreise bei Prävention, Beratung und ambulanter Rehabilitation gehen? Mit welchen praktischen Herausforderungen sind sie dabei konfrontiert? Welche Chancen bieten neue Instrumente wie das Präventionsgesetz?

Mit unserer Jahrestagung unter der Überschrift „SUCHT IM FOKUS - Kommunen engagiert vor Ort“ wollen wir das Thema Sucht und Kommune prominent auf die die politische Agenda setzen und einen intensiven Dialog zwischen Kommunen und Suchthilfe anstoßen. Hierzu erwarten wir unter anderem den Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des GKV-Spitzenverbandes Gernot Kiefer, die Stellvertreterin des Präsidenten des Deutschen Städtetages Katja Wolf und die Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Brigitte Gross.

VeranstalterIn
Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Veranstaltungsort
Berlin

Datum
25.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Ressourcenaktivierung in Beratung und Behandlung

Beschreibung
„Das Unbewusste ist ein riesiger Speicher …“ (Milton Erickson)

Gemeint ist mit dieser kleinen Metapher, dass Menschen, ganz gleich unter welchen Bedingungen sie leben, im Laufe ihres Lebens Erfahrungen „gespeichert“ haben, aus denen sie jederzeit für sie Brauchbares, Hilfreiches entnehmen
können. Der Wortstamm „Source“ (Quelle) weist darauf hin, dass jeder Mensch ein reichhaltiges Reservoir an Stärken, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnissen, Erfahrungen, Talenten, emotionalen und intuitiven Qualitäten besitzt,
aus denen er schöpfen kann, um seine persönliche Weiterentwicklung
und die Überwindung von Krisen und
Krankheiten zu gestalten.
Aus der Wirksamkeitsforschung
der Psychotherapie wissen wir, dass
therapeutische Interventionen,
die zusätzlich zur Problem-aktivierung auch auf Ressourcen-Aktivierung fokussieren, den rein problemorientierten Therapien
deutlich überlegen sind.
Der ressourcenorientierte Ansatz geht davon aus, dass der Mensch die
meisten Ressourcen, die er zur Lösung seiner Probleme benötigt, selbst in sich trägt. Beratung und Therapie kommt die Aufgabe zu, Hilfestellung zu geben im Entdecken und Entwickeln dieser Kraftquellen. Diese Haltung ist geprägt von der
Annahme, dass Patient/innen und Klient/innen über ein großes Veränderungspotential verfügen und beschränkt die Rolle von Berater/innen und Therapeut/innen auf die einer Prozesshelferin, Hebamme oder eines Wegbegleiters.

VeranstalterIn
LWL-Koordinationsstelle Sucht

Veranstaltungsort
Meinerzhagen

Datum
28.11.2019

Datum (Ende)
bis 29.11.2019
Art des Termins
Fort- und Weiterbildung

Bedeutung von Geldmanagement, Existenzsicherung und Entschuldung in der Kooperation von Sucht- und Schuldnerberatung

Beschreibung
Im Beratungsalltag sorgen immer wieder drohende Wohnungslosigkeit, Schreiben von Inkassounternehmen und Schuldenlast für scheinbar aussichtslose Situationen auf Seiten der glücksspielsüchtigen Klienten. Ratsuchende geben an, dass sie durch diese Problematiken immer wiederkehrend zum Spielen angetrieben werden.
Der bekannte Teufelskreislauf ...
Selten sind Spieler*innen ihre Möglichkeiten und Rechte bewusst.
Im Rahmen von fair/play arbeiten die Suchthilfe direkt Essen und Schuldnerhilfe Essen mittlerweile im fünften Jahr zusammen.
In diesem Seminar wird die Arbeits-weise der Schuldnerberatung und der besondere Nutzen einer engen Kooperation für beide Hilfesysteme vorgestellt.

Auf folgende Aspekte wird im Besonderen eingegangen:

Was ist Schuldnerberatung?
- Möglichkeiten der Schuldnerberatung
- Fallstricke in der Schuldnerberatung
- Besonderheiten der Schuldnerberatung für Glücksspieler*innen
- Geldmanagement (Haushaltsbuchführung und Geldeinteilung)

Verschuldete Glücksspieler*innen in der Suchtberatung
- Was ist zu beachten?
- Erste Schritte
- Punkt der Überleitung

Warum ist eine enge Kooperation wichtig?
- Grundidee des Kooperations-projekts fair/play
- Nutzen für alle Beteiligten
- Umsetzung in der Praxis
- Erfahrungen

Termin:
28.11.2019, 09.45 – 17.00 Uhr

Teilnahmegebühr:
30 € für Teilnehmende aus NRW /
60 € für Teilnehmende außerhalb von NRW (incl. Pausenverpflegung, Gebühr wird vor Ort entrichtet)

Referierende:
Reinhard Sappok (Schuldnerhilfe Essen gGmbH) +
Thorsten Brücher (Suchthilfe direkt Essen gGmbH)

Veranstaltungsort:
Jugendgästehaus Dortmund
Silberstr. 24 - 26
44137 Dortmund

Zielgruppe:
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem sozialen Bereich / Suchtberaterinnen und Suchtberater, Schuldnerberaterinnen und -berater

VeranstalterIn
Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW

Veranstaltungsort
Dortmund

Datum
28.11.2019
Art des Termins
Fachtagung/Fachkongress

CaSu Fachtagung 2019

Beschreibung
„Wirkung und Nebenwirkung…!?
– Wert der Suchthilfe in Deutschland“

Sind Sie sich über den Wert und die Wirkung der Suchthilfe im Klaren?
Die Wirkung der Suchthilfe und somit auch ihr Wert werden auf unterschiedlicher Ebene – Wissenschaft, Politik, Fachwelt, Leistungsempfänger – in subtiler bis offener Form diskutiert, hinterfragt, auch in Frage gestellt. Das (traditionelle) Angebot der Suchthilfe wird neben den Angeboten der akuten Leistungen im Gesundheitssystem (stationäre, tagesklinische und ambulante Angebote der Psychia-trie etc.) zunehmend erklärungs-bedürftig.
Die derzeitige Fachdebatte in der Suchthilfe hierzu nährt sich u.a. aus Fragen zur Evidenz der
Maßnahmen in der Suchthilfe, insbesondere im Bereich sozialer Arbeit, aus der Abgrenzung
zwischen Leistungen der Suchthilfe und der Akutmedizin/Psychiatrie, aus der Stigmatisierungsdebatte,
aus dem Spannungsverhältnis von
Bindungsorientierung und Kenn-zahlenorientierung und nicht zuletzt aus der Debatte zur Erreichbarkeit der Hilfen und wie Betroffene frühzeitig und
umfassend erreicht werden können.
Gleichzeitig kommt die digitale Entwicklung auch im Gesundheits- und Sozialwesen mächtig in
Schwung. Der digitale Zugang zur Suchthilfe sowie die Ausweitung der Palette der digitalen Leistungsangebote im Bereich von Beratung, Behandlung und Nachsorge in der Suchthilfe nehmen rasant zu.
Die digitale Entwicklung eröffnet neue Möglichkeiten des Zugangs in Hilfen und Behandlungsformen,
differenziert und ergänzt bewährte Angebote, greift aber auch verändernd in bestehende Versorgungsstrukturen ein.
Insbesondere diese beiden Entwicklungsstränge fordern die Suchthilfe und deren Akteure derzeit heraus; und sie gehören durchaus zusammen.
Spätestens bei Fragen des Zugangs zu den Leistungen der Suchthilfe, der öffentlichen Darstellung
und Bekanntheit der Suchthilfe wie auch der Dienstleistungs-orientierung unserer Angebote
schließt sich der Kreis zwischen Wert und Wirkung sowie digitalen Entwicklungen. Die Suchthilfe hat
viel zu bieten; das wollen wir aufgreifen und diskutieren. Aber, wir müssen uns auch den digitalen
Entwicklungen stellen, ihren Möglichkeiten, ihren Anforderungen und Auswirkungen.
Diese Entwicklungsstränge greifen wir in den CaSu-Fachtagen auf. Über Fachvorträge setzen
wir uns auf struktureller wie inhaltlicher Ebene kritisch mit den Wirkungen der Suchthilfe und auch ihrem Wert im Konzert sozialer (Dienst-) Leistungen
auseinander. Wir wollen uns mit Fragen der Digitalisierung der Suchthilfe und insbesondere der
Online-Beratung befassen und mit Ihnen diskutieren, wo wir in der Suchthilfe stehen, was wir
brauchen. Wie immer ist die Praxisorientierung insbesondere in den unterschiedlichen Seminarthemen
– ein wichtiger Baustein unserer Tagung.
Wir haben für Sie interessante und kompetente Referent_innen gewinnen können. Wir freuen uns auf die Gespräche und Diskussionen mit Ihnen bei den CaSu-Fachtagen und heißen Sie herzlich willkommen.

VeranstalterIn
Bundesverband Caritas Suchthilfe e.V.

Veranstaltungsort
Münster

Datum
28.11.2019

Datum (Ende)
bis 29.11.2019

 

Veranstaltungsprogramm der Landesstelle Sucht NRW

Januar bis Dezember 2019

 

Termine vorschlagen

Gerne weisen wir in der Terminübersicht auf Ihre Veranstaltung hin.
Geben Sie hier einen Termin ein.

Aufgenommen werden öffentliche Veranstaltungen zum Thema Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW sowie bundesweite Fachtagungen und Kongresse.

Veranstaltungen der Landeskampagne Sucht hat immer eine Geschichte finden Sie im Online-Veranstaltungskalender unter www.suchtgeschichte.nrw.de.