Monitoring der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe 2018

Der vierte Monitoringbericht der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe in Nordrhein-Westfalen steht zur Verfügung und kann bei der Geschäftsstelle der Landesstelle Sucht NRW bestellt werden.

Insgesamt 173 Einrichtungen der ambulanten Sucht- und Drogenhilfe in Nordrhein-Westfalen haben in 2018 einrichtungs- und betreuungsbezogene Daten erhoben und dokumentiert, die im Monitoringbericht dargestellt werden.

Der Bericht stellt zum einen die Datenauswertung nach den Hauptproblemgruppen Alkohol, Opioide, Cannabis und pathologisches Glücksspielen dar. Zum anderen wird erstmalig eine Sonderauswertung zu „kreisspezifischen Aspekten“ vorgenommen, um Zusammenhänge zwischen ausgewählten Indikatoren und kreisspezifischen Merkmalen herauszuarbeiten. Zentrales Ergebnis dieser Auswertung ist u.a., dass Klientinnen und Klienten mit Alkoholproblemen beim ländlichen Kreistyp anteilig im Vordergrund stehen, die Cannabisklientel ist dort die zweitgrößte Hauptproblemgruppe. In den kreisfreien Großstädten stellt die Opioidgruppe die stärkste Gruppe, gefolgt vom Alkohol- und dann der Cannabisklientel.

Das diesjährige Schwerpunktthema „Klientinnen und Klienten in stabilen und prekären Wohnverhältnissen“ stellt die Lebenslage der Klientinnen und Klienten mit unterschiedlichen Wohnverhältnisse in Zusammenhang mit soziodemografischen Merkmalen und Betreuungsporzessen. Von den Betreuten mit einer eigenständigen Suchtproblematik wurden 6 % der Gruppe „wohnungslos“, 11 % der Gruppe „instabile Wohnverhältnisse“ und 83 % der Gruppe „stabile Wohnverhältnisse“ zugewiesen. Die Gruppe der wohnungslosen Menschen wird vor allem von der Opioidklientel geprägt (48 %), gefolgt von den Hauptproblemen Alkohol (22 %) und Cannabis (19 %). Problematisches Glücksspielen oder problematischer Konsum von Substanzen wie Stimulanzien oder anderen sind mit zusammen 12 % eine eher kleine Gruppe. Insgesamt zeigen sich deutliche Unterschiede in der Verteilung der Hauptprobleme innerhalb der Wohnsituationsgruppen, so dass bei dieser Betrachtung von einem Zusammenhang von Wohnsituation und Konsummuster auszugehen ist.

Der Monitoringbericht beschreibt Stand und Entwicklung der Arbeit der Sucht- und Drogenberatungsstellen in NRW und soll zu einer vertiefenden Analyse anregen. Er bietet damit eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Suchthilfeangebote in NRW.

Hier können Sie den Monitoringbericht herunterladen.

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